Case Study

Interim-CIO: Spezialchemie, Deutschland

Durch eine detaillierte Schwachstellenanalyse identifiziert ein Interim CIO Optimierungspotential sowohl im Geschäftsmodell als auch in der Supply Chain und bringt eine unreife und fehlerhafte SAP-Einführung auf Spur.

Von Norbert Eisenberg

Der Auftraggeber

Unser Klient ist ein weltweit führender Hersteller von chemischen Hilfsmitteln für unterschiedliche Branchen. Es handelt sich um ein Unternehmen in Familienbesitz, zu dessen Geschäftsfelder B2B mit beispielsweise keramischer Industrie, Textil-, Chemiefaser- und Lederindustrie sowie auch Hersteller von Kosmetik- und Reinigungsprodukten zählen. Darüber hinaus werden auch andere chemische Bereiche bedient.

Die Herausforderungen

Die Position des CIO im Unternehmen wird neu besetzt. Durch bisherige mangelnde Projektsteuerung und unzureichende Führung der Mitarbeiter sind Kernprojekte im Unternehmen in Schieflage geraten, die keinen Zeitaufschub dulden. Der Bereich wird daher mit einem Interim CIO unterstützt, um die Situation bereits bis zum Eintritt des neuen Stelleninhabers zu verbessern. Wesentliche Aufgabe ist es, die alte IT-Infrastruktur zu modernisieren und die Defizite in der gesamten Prozesskette zu beheben. Dem geht eine genaue Analyse von Zuständigkeiten, Funktionalitäten sowie Transparenz in der Struktur voraus. Die fehlende Systemtransparenz beeinträchtigt ein effizientes Arbeiten. Der Interim CIO soll vorrangig die Geschäftsprozesse im Unternehmen im Hinblick auf eine optimierte Unterstützung durch IT und durch die Möglichkeiten zur Effizienz- und Effektivitätssteigerung überprüfen und Verbesserungen etablieren.

Die Lösung

Zu Projektbeginn wurde eine detaillierte Umfrage aller SAP-User zur Standortbestimmung durchgeführt. So wurden Priorisierungen zur Verbesserung der Ist-Situation schnell identifiziert (Fehlerbehebung, Optimierung, Dokumentation usw.), dies iterativ in einem 2-wöchigen Rhythmus. Es wurden effektive Projektmanagement Tools mit dem Fokus auf Transparenz und Zusammenarbeit eingeführt. Die IT-Organisation wurde anhand der Gegebenheiten (Personal, Skills und Kompetenzen) und Zukunftsausrichtung umstrukturiert und neu aufgebaut. Einhergehend wurde ein kooperativer und partizipativer Führungsstil im Sinne von Mitarbeiterbefähigung eingeführt. Als Kommunikationskanal wurde die direkte Kommunikation mit dem CIO zu jeder Zeit ermöglicht. Abgestimmt mit HR und Betriebsrat wurden im IT Bereich Direct Reports umgesetzt sowie eine multidisziplinäre Projektorganisation unter Beteiligung verschiedener Fachbereiche in der Wertschöpfungskette und in der IT etabliert. Die IT Infrastruktur wurde modernisiert und das Projekt Supply Chain Optimierung u. a. durch Auslagerung der Versandabwicklung maßgeblich verbessert.

Das Ergebnis

"In nur sechs Monaten hat der Interim CIO wesentliche Weichen zur Verbesserung der IT-Organisationsstruktur gestellt und das Supply Chain Optimierungsprojekt zu unserer vollsten Zufriedenheit vorangetrieben. Durch seinen offenen Führungsstil und seine Begeisterungsfähigkeit hat der Interim Manager die Mitarbeiter bestens motiviert. Die Übergabe an den permanenten CIO verlief dadurch reibungslos." Boyden Kunde, Spezialchemieunternehmen

Bis zur Übernahme der Position durch den permanenten CIO wurden folgende Resultate erzielt:

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