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Die Rolle des CIO wandelt sich immer stärker weg von technischen Aufgaben.

Die „digitale Transformation“ ist in aller Munde und deren Auswirkungen werden rege diskutiert. Immerfort stärker und schneller durchdringen moderne Technologien unseren Alltag. In der Wirtschaft akzentuiert sich bereits die vollständige Verlinkung der Wertschöpfungskette. Von der Nachfrageanalyse, über die Logistik, die Produktion und Dienstleistungen findet in allen Bereichen eine vollautomatische Vernetzung statt. In allen Branchen zeigt sich ein eindeutiges Schema: Unternehmen, welche innerhalb ihrer Branche digital fortgeschritten sind, lassen ihre Konkurrenz in Bezug auf Umsatz, Profitabilität und Marktkapitalisierung zurück. Dabei geht es um sehr viel Geld. Glaubt man einer Studie von Roland Berger, könnten die EU-17 Länder bis zum Jahr 2025 605 Milliarden Euro an Marktanteil verlieren, sollte die Digitalisierung verschlafen werden. Zusätzlich zeigt eine Umfrage von Gartner bei mehr als 2'000 CIOs, dass durchschnittlich nur gerade 43 Prozent des Geschäftspotentials bestehender Technologien ausgenutzt werden.

Vor diesem Hintergrund des disruptiven Potentials der Digitalisierung für die eigenen Geschäftsmodelle, erkennen immer mehr Firmen, dass die richtige Nutzung der digitalen Transformation ein entscheidender Vorsprung gegenüber der Konkurrenz darstellen kann. Die neuen Erwartungen, Herausforderungen und Kompetenzen an die IT-Abteilung haben Folgen für die Wahl des modernen CIO, CTO oder CDO. Die Ansprüche an die technologischen Führer moderner Unternehmen sind in den letzten Jahren enorm gestiegen. Die vollständige Implementierung der Digitalisierung in sämtlichen Bereichen des Unternehmens verlangt nebst dem technischen Verständnis für die Sache mindestens so profunde Managementkenntnisse über jeden Schritt in der Wertschöpfungskette des Unternehmens – und starkes Leadership.

1. Digitales Geschäftsdenken

Erfolgreiche Unternehmen beschäftigen kein Tech-Nerd oder Geek als CIO. Der moderne CIO ist auch nicht mehr länger ein frugaler Verwalter der technischen Infrastruktur eines Unternehmens. Viel gefragter sind dessen Eigenschaften als Visionär, Stratege und zu einem Teil gar als Prozessingenieur.

 

Meist wird wachsender Einfluss mit kritischem Argwohn bis hin zur Ablehnung goutiert. Ohne unbändigem und beispiellosem Leadership wird es einem CIO nicht gelingen, sich gewinnbringend einbringen zu können.

2. Leadership

Natürlich gehört die Führung seiner Abteilung zur Grundaufgabe eines CIO. Entscheidend sind jedoch seine Eigenschaften als einflussreicher Leader gegenüber Verwaltungsrat, Geschäftsleitung und dem Unternehmen.

Kurzum

Die Rolle der IT und damit auch des CIO ändert sich dramatisch. Er fungiert vermehrt als Visionär, Kommunikator, Inspirator, Integrator und Leader. CIOs sollten sowohl einen entscheidenden Einfluss auf die Strategie des Unternehmens haben, als auch in den einzelnen Prozessen ein bedeutendes Mitspracherecht haben. Das rein technische IT-Knowhow des digitalen Leaders im Unternehmen wird weniger wichtig. Dieser Rollenwandel hat auch Auswirkungen auf die Machtverhältnisse innerhalb der Unternehmensführung. Mittelfristig lässt sich auch fragen, ob mit der steigenden Bedeutung der Technologien der CIO gar das Sprungbrett zum CEO darstellen wird.

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