Handelsblatt berichtet über den umstrittenen Seitenwechsel von Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank

By Handelsblatt
Handelsblatt
27.01.2020

Die Personalie polarisiert. Einflussreiche Aktionäre halten Gabriel für eine prinzipiell gute Lösung, weil die Bank von seinen politischen Kontakten und seinem internationalen Netzwerk profitieren kann. Die Gegner monieren dagegen, dass Gabriel die nötigen Fachkenntnisse fehlen und sie fürchten, dass ein weiterer Wechsel von der Politik in die Hochfinanz das Vertrauen in die Demokratie untergräbt. Jörg Kasten, Managing Partner der Personalberatung Boyden, fürchtet, dass sich die Deutsche Bank mit der Personalie keinen Gefallen tut: „Gute Politiker sind nicht unbedingt gute Wirtschaftslenker“ meint Kasten. Außerdem warnt er vor möglichen Imageproblemen für die Bank, aber auch für Gabriel. „In Europa ist die Durchlässigkeit zwischen Politik und Wirtschaft nicht so selbstverständlich wie in den USA. Wechsel wie der von Gabriel werden deshalb von der Öffentlichkeit besonders kritisch beäugt“ fügt Kasten hinzu.

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