Der Auftraggeber
Ein mittelständischer Hersteller von Automobilelektronik übernahm einen in Schieflage geratenen Wettbewerber. Mit Vollzug der Transaktion zeigte sich, dass neben externen Faktoren auch interne, operative Gründe für die wirtschaftlichen Probleme verantwortlich waren. Dies machte es erforderlich, zeitgleich zur Integration in die aufnehmende Gesellschaft (Post Merger Integration) ein kurzfristiges Maßnahmenpaket zur Ergebnisverbesserung umzusetzen.
Das größte Verbesserungspotenzial identifizierte die Geschäftsführung in der Produktion sowie im Supply Chain Management (SCM), so dass sich die Anstrengungen zunächst auf diese Bereiche fokussierten.
Die Herausforderungen
Das aufnehmende Unternehmen war schlank aufgestellt und verfügte weder über die notwendigen Ressourcen, noch über Erfahrungen mit der Integration von notleidenden Unternehmen.
Das übernommene Unternehmen hatte ein vergleichsweise junges Führungsteam und zeigte die typischen Kennzeichen eines Unternehmens in der Krise: wichtige Leistungsträger hatten das Unternehmen verlassen, notwendige Investitionen und Instandhaltungsmaßnahmen waren über längere Zeit unterblieben und die Motivation in Teilen der Belegschaft sehr gering.
Zusätzlich erschwert wurde die Situation durch die Turbulenzen der Corona-Pandemie: Krankheitsbedingte Ausfälle von Mitarbeitern, gestörte Lieferketten und wirtschaftliche Schwierigkeiten von Zulieferern. Auf der Kundenseite kam hinzu, dass die Automobilhersteller ihre Abrufe sehr kurzfristig veränderten.
