Social Media birgt neue Möglichkeiten der Personalrekrutierung für Unternehmen: Sie können gezielter nach passenden Bewerbern suchen und einen Talent-Pool aufbauen. Gleichzeitig ändert sich die Bewerberkultur, denn im digitalen Zeitalter verlinken Kandidaten nur noch ihr Online-Profil.

„In sozialen Netzwerken grasen Personaler nicht mehr nur den Bewerbermarkt, sondern auch den Interessentenmarkt ab“, erklärt Kerstin Roubin, Gruppenleiterin für  den Bereich Healthcare & Life Sciences bei der Headhunterfirma Boyden Global Executive Search, Wien.

Besonders für die Rekrutierung von Spezialisten seien die Netzwerke interessant. Damit bietet Social Recruiting in Zeiten des Fachkräftemangels einen entscheidenden Vorteil: „Mit sozialen Kanälen können Unternehmen einen Talent-Pool aufbauen“, so Roubin. Über Xing oder Facebook lassen sich Netzwerke aufbauen und breite Kontaktkreise an potenziellen Bewerbern erreichen, weiß die Unternehmensberaterin.

„Die gezielte Weiterverbreitung von Stellenanzeigen bedeutet zunächst mehr Aufwand, zahlt sich aber mit einer größeren qualitativen.

Auswahl an eventuellen Bewerbern aus“, bekräftigt Roubin. Trotzdem binden noch wenige Unternehmen soziale Kanäle in die Personalfindung ein.

Mit den neuen Möglichkeiten gehen auch neue Aufgaben einher – Unternehmen müssen sich künftig viel aktiver um Nachfolger bemühen. „Zum Teil sind Firmen ein wenig ängstlich, was Social Media angeht. Viele denken, dass man sich angreifbar macht, indem man sich öffnet“, bedauert Oliver Sehorsch, Personaldirektor bei einem der größten Herzschrittmacher-Hersteller, der Medtronic GmbH in Meerbusch.

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